Tödlicher Superkeim im Schweinefleisch entdeckt

In Großbritannien wurde in Schweinefleisch aus Dänemark eine Variante des potentiell tödlichen Superkeims MRSA entdeckt, der auch als "Krankenhauskeim" bekannt wurde. Ein Ergebnis der Massentierhaltung und der Verabreichung von Antibiotika an die Tiere.

Von Marco Maier

 

Die Massentierhaltung samt dem Einsatz von Unmengen an Antibiotika sorgt dafür, dass immer mehr Keime gegen die Medikamente resistent werden. Einer von ihnen ist der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA), der auch als "Krankenhauskeim" bekannt ist und nun bei Routineuntersuchungen für die Lebensmittelsicherheit in Großbritannien in Fleisch aus Schweinen aus Dänemark entdeckt wurde.

 

Laut dem britischen "Guardian" und dem Bureau of Investigative Journalism soll es sich hierbei um den ersten Fund dieses Bakteriums im britischen Viehbestand handeln. Besonders gefährlich daran ist, dass es bei mangelnder Einhaltung von Hygienepraktiken oder auch im Falle, dass das Fleisch nicht wirklich gar gekocht oder gebraten wird, in den menschlichen Organismus gerät und dort zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen kann. Ähnlich, wie es beispielsweise bei Salmonellen der Fall ist.

 

Doch während man in Großbritannien vor allem auf strengere Kontrollen bei den Importen von Lebendtieren und Fleisch pocht, fehlt die Forderung nach einer Änderung bei der Tierhaltung. Immerhin ist es vor allem die industrielle Massentierhaltung, die auch den umfangreichen Einsatz von Antibiotika faktisch "notwendig" macht, um Pandemien zu vermeiden.

 

Quelle: Contra Magazin