Ron Paul: Wählt wen ihr wollt, die Geheimregierung wird bleiben

Der ehemalige libertäre US-Abgeordnete Ron Paul sagt, das US-Wahlsystem ist manipuliert und der "Tiefe Staat" ändere alles zu seinen Gunsten und gegen den Willen des Volkes.

Von Marco Maier

 

Für den ehemaligen Kongressabgeordneten Ron Paul, der als libertärer Querdenker innerhalb der Republikanischen Partei Bekanntheit erlangte und selbst schon Präsidentschaftskandidat für die Libertären war, ist die gesamte Präsidentenwahl in den USA nur eine Farce. Er nannte Donald Trump einen "Autoritären" und konstatierte Hillary Clinton, dass sie auch für die Republikaner kandidieren könnte.

 

In seiner Web-Show, dem Liberty Report (Freiheitsbericht) sprach er über die Entscheidung des US-Heimatschutzministeriums von letztem Monat, eine aktivere Rolle in den US-Wahlen spielen zu wollen. Heimatschutzminister Johnson sagte, dass er daran denke, die Wahlen "als kritische Infrastruktur" zu betrachten, wie z.B. auch das Bankensystem und das Energieversorgungsnetz. Doch für Ron Paul ist das Heimatschutzministerium ein Hort der Inkompetenz und fehlgeschlagener Grundsätze.

 

"Es mag false-flag-Aktionen geben und sie mögen einen Haufen Dinge unternehmen, aber egal wie ein Notfall entsteht, sie werden es für sich nutzen. Und der Nutzen dessen ist nicht zu sagen: 'Hey, wie können wir die amerikanische Bevölkerung schützen?'. Sind sie besorgt, wenn sie darüber sprechen, etwas wegen manipulierter Wahlen zu machen, dass die Stimmen gezählt werden? Nein, sie werden sicherstellen dass die Stimmen nicht gezählt werden und diese irrelevant sind und die Regierung alle Macht erhält", so Paul.

Ron Paul spricht in Sachen manipulierter Wahlen aus eigener Erfahrung. Als er im Jahr 2012 für die Republikanische Partei als Präsidentschaftskandidat antrat, wurde er von den Medien und dem politischen Establishment ignoriert. Auch zeigten die Vorwahlen in Maine und anderen Staaten Irregularitäten und mehr noch am Parteitag selbst.

 

"Die Wahlen spielen keine Rolle. Das ist ein Ritual durch das wir durchmüssen", so Paul. "Mein Glaube ist, dass der 'Tiefe Staat' dies kontrolliert und die Menschen müssen das realisieren", sagte der libertäre Politiker weiter. Schon früher schrieb der ehemalige republikanische Politiker Michael Lofgren über den "Tiefen Staat" und beschrieb ihn als "eine hybride Entität von öffentlichen und privaten Institutionen die das Land entsprechend konsistenter Vorlagen kontrollieren". Der "sichtbare Staat" würde diesen jedoch nur unzureichend kontrollieren.

 

Und so führt Lofgren fort: "Der 'Tiefe Staat' besteht nicht aus der gesamten Regierung. Es ist ein Hybrid aus den Agenturen der nationalen Sicherheit und der Rechtssprechung: dem Verteidigungsministerium, dem Außenministerium, dem Heimatschutzministerium, der CIA und dem Justizministerium". Auch das Finanzsystem befände sich im Einfluss des "Tiefen Staats".

 

"Das ist, wo der echte Feind sich gerade jetzt befindet", so Ron Paul. "Sicher, wir brauchen eine nationale Verteidigung. Aber ich agitiere und lese und studiere nicht um die Gedanken der Menschen zu verändern weil ich denke, irgendwer will uns überfallen. Ich möchte die Außenpolitik verändern, damit wir nicht mehr so sehr in Gefahr sind. Aber in Wirklichkeit ist die Wegnahme unserer Freiheit seit 9/11 die größte Gefahr. Unsere bürgerlichen Freiheiten wurden unterminiert. Das wird unsere bestehenden Probleme nur noch weiter nähren".

 

Quelle: Contra Magazin