Australien legalisiert medizinisches Cannabis

Laut einem Bericht der australischen Zeitung „The Canberra Times“ gehört ab November auch Australien zu der ständig wachsenden Zahl an Ländern, in welchen Cannabis zu medizinischen Zwecken legal verwendet werden kann.

Der Entscheidung waren klinische Studien vorausgegangen, welche belegten, dass Cannabis bei der Behandlung von chronischen Schmerzleiden, Spastiken und der Bewältigung der Begleitsymptome einer Chemotherapie helfen kann.

Nach Inkrafttreten der neuen Regelungen werden Ärzte betroffenen Patienten ein Rezept für medizinisches Cannabis ausstellen können.

Bereits im April war ein 47 Hektar großes Areal für den Anbau von medizinischem Cannabis freigegeben worden, kurz nachdem der Bundesstaat Victoria als erster die Verwendung von Cannabis als Medizin legalisiert hatte.

Der Preis, zu welchem die Blüten schließlich an die Patienten abgegeben werden, ist bisher nicht bekannt – was Betroffenen natürlich noch Sorge bereitet (Weniger Schmerzmitteltote dank Cannabis – Pharmalobby blockiert Legalisierung).

 

Inzwischen tut sich down under noch etwas in Sachen Hanf: Bereits Ende Juli machte die Meldung die Runde, dass die Behörde für Lebensmittelstandards und Lebensmittelsicherheit in Australien und Neuseeland (FSANZ) Plänen grünes Licht gegeben hat, endlich auch Lebensmittel aus Hanf zu legalisieren.

Denn die Verwendung von Samen oder jeglichen anderen Teilen der Pflanze als Lebensmittel ist immer noch verboten, auch wenn es sich um THC-arme Sorten handelt (Cannabis kann menschliches Nervensystem heilen, das wissen wir seit Jahrhunderten).

Einzig Hanfsamenöl ist seit 2002 legal erhältlich. Werden die Pläne umgesetzt, könnte sich die Produktpalette bald erheblich erweitern.

 

Quelle: Pravda.TV