Sachsen: Petition fordert Austritt aus der BRD und Beitritt zur russischen Föderation

Seit über 25 Jahren hängt nun der Freistaat Sachsen der Bundesrepublik Deutschland wie ein Furunkel am Hintern. Neben den blühenden Landschaften existiert dort ein beachtliches Konglomerat an immer nörgelnden Bürgern. Damit soll bald Schluss sein. Denn eine Petition fordert den Beitritt zur Russischen Föderation.

Von Christian Saarländer

 

„Wir sind das Volk“, tönt es immer wieder auf den islamfeindlichen Demonstrationen in Sachsen. Was man im Jahre 1989 noch in den westlichen Leitmedien positiv bewertete, entpuppte sich schnell als ein lästiger Dauerbrenner. Heute könnte man Erich Honecker fast danken, dass er uns Jahrzehnte lang die nörgelnden Ostdeutschen vom Hals gehalten hat, denn anno 2014 hat sich dort wiederum eine Demokultur entwickelt, die im Islam nun den Feind sieht und natürlich der Wegfall der Meinungsfreiheit und den immer größer werdende EU-Moloch, das vielleicht noch größere Furunkel an Deutschlands Hintern.

Nachdem man bereits einen „Nichtangriffspakt mit Russland“ gefordert hatte und immer wieder nach einem „Friedensvertrag“ schreit, gehen nun einige einen Schritt weiter in der virtuellen Petitionskultur und fordern einen Austritt aus der Bundesrepublik Deutschland und einen Beitritt zur Russischen Föderation. Was das alles bringen soll, scheint überaus fraglich zu sein. Der letzte Nichtangriffspakt mit Sowjetrussland hat ja auch nicht sehr lange gehalten und ein Friedensvertrag zwischen Deutschland und den Siegermächten könnte den Deutschen wohl auch eine ganze Menge Geld kosten.

 

Gut, mit dem Austritt Sachsens aus der Bundesrepublik hätte Deutschland auf einen Schlag weniger Kosten und auf einen Schlag weniger Menschen, die jeden Montag auf die Straße gehen, um dort kundzutun wie „Scheiße“ doch alles in Deutschland ist, wo man nicht mal eine Verfassung sondern nur ein Grundgesetz hat, das ihnen genau das Recht gibt gegen diesen Staat auf die Straße zu gehen.

Ob sich Russland einen Gefallen mit Sachsen tut, müsste es im gesetzten Falle selbst entscheiden.  Vor allem aber würde es ein paar mehr Menschen in der Föderation geben, die gegen solche Bestrebungen des russischen Präsidenten angehen würden. Das obere Video dauert zwei Stunden und zeigt die Zeremonie um die Eröffnung der größten Moschee in Moskau, die vom russischen Präsidenten persönlich eröffnet wurde. Man stelle sich nur einmal vor, Merkel wurde eine ähnliche Moschee in Berlin im kommenden Herbst eröffnen. Jedenfalls ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Sachsen danach ein paar Menschen mehr auf Dresdens Straßen hätte, wenn es darum geht, gegen die wachsende Islamisierung in Deutschland vom Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen.

 

Russland hat wohl weniger Probleme mit den Moslems als die Sachsen und in Russland ist es sicher nicht gerne gesehen, wenn Tausende gegen den Islam auf die Straße rennen. Selbst in der sogenannten Lügenpresse findet man kaum Artikel über ein islamophobes Russland, weswegen man wohl auch gerne Jugendschutzgesetze aus Russland zum Anlass nimmt, über die „homophoben Zustände“ dort zu sprechen. In Deutschland werden aktuell die Schwulen und die Juden von der AfD missbraucht, um Stimmung gegen den Islam zu machen, wie man hier sehen kann.

Die Petition von der „Pro Putin Partei“ kann man hier abrufen. Eine berechtigte Frage wäre, ob sich auch Russland und Präsident Putin nach dem Krim-Referendum und den vielen westlich gesteuerten Oppositionsbewegungen auch noch das streitlustige Sachsen aufhalsen würde.

 

Und zu guter Letzt hier noch die Bitte, das nicht falsch zu verstehen: Natürlich gibt es viele Probleme und Missstände in der Bundesrepublik Deutschland. Und viele dieser Streitpunkte sind auch in der Petition aufgeführt und natürlich ist es nicht immer einfach, seine Meinung flächendeckend zu verbreiten. Aber auf der einen Seite „Wir sind das Volk“ zu rufen und gleichzeitig den Austritt aus Deutschland zu fordern, lässt Spielraum für Fragen nach Widersprüchen wohl zu.

 

Quelle: Contra Magazin