Die Todesschüsse von München: Es war alles viel schlimmer, als man uns vorlügt

Stellen Sie sich vor, der deutsche Bürger würde aus seinem Traum von den friedlichen Einwanderern gerissen, weil in München ein großangelegter Terroranschlag an mehreren Schauplätzen stattfände – wie damals in Paris. Das darf nicht sein, oder? Genau. Und darum präsentiert man uns den Amokläufer, den gefährlichen einsamen Wolf. Ich bin bei meinen Gesprächen mit Menschen, die vor Ort waren, zu anderen Ergebnissen gekommen.

Die Story ist perfekt und erscheint obendrein schlüssig: Ein psychisch kranker junger Mann ballert wild um sich. Menschen sterben. Schon wieder ein Amokläufer. Die Sache hat nur einen Haken: Zeugen berichten etwas ganz anderes.Da ist einmal die Muslimin namens Lauretta, die ich bereits am Samstag in meinem Beitrag erwähnte. Sie war im McDonald‘s-Restaurant, als die ersten Schüsse fielen. Ihr achtjähriger Sohn sei auf der Toilette gewesen und habe gesehen, wie der Täter seine Waffe durchgeladen habe. Sie berichtete davon, dass sie sicher gewesen sei, gleich tot zu sein, und dass der Täter gezielt auf Kinder geschossen habe. Die Augenzeugin berichtete außerdem davon, dass der 18-Jährige »Allahu akbar« (Gott ist groß) geschrien habe. Das alles sagt sie dem US-Sender CNN.

 

Zweitens gab es Augenzeugen, die drei Männer mit Langwaffen in der Münchner Innenstadt gesehen haben wollen, und andere, die in der Gegend des Stachus Schüsse gehört haben wollen.

Was macht man mit diesen Zeugen? Ganz einfach: Die Mainstream-Medien machen die hysterischen Twitter- und Facebook-Nutzer dafür verantwortlich. So schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung heute: »Erste Bilder von Tatorten laufen über die sozialen Netzwerke, ungeprüft, ungefiltert mit ihrem ganzen Panikpotenzial – so wie am vergangenen Freitag, als in München ein junger Mann im Olympia-Einkaufszentrum Amok lief.

 

In den sozialen Medien hieß es zwischenzeitlich, in der Münchner Innenstadt seien mehrere Täter unterwegs mit Gewehren.« Bundesinnenminister Thomas de Maizière beschwichtigt auch gleich: Derart bewaffnete Zivilpolizisten seien wohl für Terroristen gehalten worden.

 

Aber der Innenminister nutzt die Gelegenheit natürlich auch gleich zu einem Schlag gegen die ungeliebten, weil schwer zu kontrollierenden sozialen Netzwerke: »Zahlreiche Meldungen über weitere Schießereien in München haben sich als falsch herausgestellt und haben die Polizei in erheblichem Umfang beschäftigt.«

 

In dem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe zeigt er sich besorgt über den »Beschleunigungseffekt für Gerüchte und Falschmeldungen«, der von sozialen Medien in der Amoknacht ausgegangen sei. »So etwas beeinträchtigt am Ende auch die Effektivität der polizeilichen Arbeit und bindet Kräfte, die an anderer Stelle gebraucht würden.«

 

Der Minister verwies auf das deutsche Strafrecht, das den Missbrauch von Notrufen und die Behinderung von Rettungsmaßnahmen unter Strafe stellt. Das schüchtert allerdings auch Twitter- und Facebook-Nutzer ein, die eventuell wichtige Hinweise geben könnten. Stattdessen hören sie: Aufgepasst, ihr macht euch vielleicht strafbar!

 

Im Deutschlandradio legt Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister gleich nach: Zwar seien die sozialen Medien strukturell schneller, trügen aber auch zur Hysterisierung bei. »Twitter lädt dazu ein, schnell zu reagieren«, sagt der Direktor am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik in Köln.

 

Ohne detaillierte Recherchen würden Inhalte deswegen emotionalisiert wiedergegeben. »Die sozialen Medien tragen zu einer Hysterisierung der Gesellschaft bei – bei allen Vorteilen«, sagt Hachmeister.

 

Alles, was sich in der Münchner Innenstadt am Freitagabend abspielte, waren also hysterische Reaktionen von emotionalisierten Twitter- und Facebook-Nutzern (kein Wunder, dass man ihnen keine Volksabstimmungen erlauben darf!), wollen uns die Mainstream-Lügner weismachen.

 

Ich habe mich umgehört. Ich habe das Glück, Freunde zu haben, deren Büros im Zentrum von München liegen. Ich habe ihre mit den Handys gefilmten Videos gesehen. Was ich gesehen habe, waren Menschen, die in wilder Panik vom Marienplatz in nördlicher Richtung, also auf den Odeonsplatz, zuliefen, und andere, die sich hinter Mauervorsprüngen verschanzten. Würden sie das tun, nachdem sie von Facebook »emotionalisiert« wurden? Wer die Angst und Panik in den Gesichtern dieser Menschen sah, weiß, dass kein Facebook dieser Welt dieses Entsetzen auslösen kann.

 

Ein anderer Freund berichtete mir, er habe eindeutig Schüsse gehört, und zwar von »Langwaffen«, deren Träger ja nach unserem Bundesinnenminister angeblich Zivilfahnder waren. Mein Freund kann Schüsse eindeutig von anderen Geräuschen unterscheiden, er hat selbst viel geschossen – bei der Bundeswehr.

 

Andere erzählten mir, dass bereits am Freitagmorgen der Hauptbahnhof teilweise von der Polizei gesperrt worden sei, dass es bei den U-Bahnen – besonders U3 und U6, die unter dem Marienplatz entlangfahren – immer wieder zu Verzögerungen gekommen sei und dass – vermutlich die Erklärung für diese Unregelmäßigkeiten – die Polizei bei den Fahrscheinkontrollen in den U-Bahnen dabei war (was sonst nie der Fall ist).

 

Kurzum: Es war keine Hysterie, die am Freitagabend in der Münchner Innenstadt ausgebrochen war, sondern die normale Reaktion von Bürgern, die um ihr Leben rennen, wenn es bedroht ist. Dass tatsächlich ein Anschlag bevorstand, erklärt im Übrigen den enormen Polizeiaufmarsch im Zentrum und die zahlreichen anderen Polizeimaßnahmen, die ich bereits in meinem Beitrag am Samstag aufgelistet hatte – von einer Großübung der Bundespolizei mit ihren schwarzen Hubschraubern am Donnerstag bis zu den schwer bewaffneten Polizeieinheiten an den U-Bahnhöfen und Autobahn-Ein- und Ausfahrten.

 

Vielleicht hat dieser Großeinsatz ein Massaker wie in Paris verhindert. Wir werden es vermutlich nie erfahren. Denn ein auf mehrere Schauplätze angelegter Terrorangriff in einer deutschen Großstadt darf nicht sein. Sonst könnte ja am Ende die CIA recht behalten, die warnt, dass mit den Flüchtlingsströmen etwa 3000 IS-Kämpfer in Deutschland eingesickert seien. Wenn diese Zahl stimmt, dann wird unsere Republik in wenigen Wochen nicht wiederzuerkennen sein.

 

Quelle: KoppVerlag