Dutzende junge Japanerinnen verklagen Regierung und Pharmaunternehmen ‒ HPV Impfstoff führt zu permanenten Schmerzen am ganzen Körper

Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass mindestens 64 Frauen, bei denen nach Impfungen gegen Gebärmutter-halskrebs Nebenwirkungen auftraten, die japanische Regierung und vor allem die Unternehmen, die den Impfstoff herstellen, auf Schadenersatz verklagen.

Die Anzeigen gingen bei den vier Bezirksgerichten von Tokio, Nagoya, Osaka und Fukuoka ein. Jedes Opfer verlangt 15 Millionen Yen (127 000 Euro). Die Frauen, die heute im Schnitt 18 Jahre alt sind, wurden im Alter von 11 bis 16 Jahren geimpft.

 

Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs hat Nebenwirkungen

 

Dass die Impfung Nebenwirkungen hat, ist bekannt. Sie kann etwa zu Nervenstörungen und anderen beängstigenden Immunreaktionen führen. Laut der Japan Times wurden »Gebärmutterhalskrebs-Impfungen im April 2013 in die Liste der Routineimpfungen aufgenommen«.

 

Nachdem viele Frauen von seltsamen, nachteiligen Nebenwirkungen berichteten, wurde von der japanischen Regierung bereits nach 2 Monaten die Impfempfehlung wieder aufgehoben.

 

Das änderte sich jedoch wieder im April diesen Jahres: Seitdem empfehlen die Japanische Pädiatrische Gesellschaft und andere Institutionen die umstrittene Impfung – mit der Behauptung, es sei »klar erwiesen, dass sie vor Gebärmutterhalskrebs schütze«, so berichtet die Japan Times.

 

Masumi Minaguchi, eine der Anwältinnen, die die Frauen vor Gericht vertreten, sagt, dass eindeutig die Regierung und die Pharmakonzerne für die Schäden ihrer Klientinnen, beispielsweise Schmerzen am ganzen Körper, verantwortlich sind.

 

Gegenüber Japan Times sagte sie: »Wir wollen durch die Gerichtsverfahren die Verantwortlichkeiten der Regierung und der Pharmaunternehmen klären, damit die Opfer ohne Angst leben können.«

 

Dies ist nicht das erste Mal, dass Befürchtungen hinsichtlich der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs laut werden. Dennoch wird die HPV-Impfung – mit der die Ansteckung mit dem Humanen Papillomavirus verhindert wird, das Gebärmutterhalskrebs hervorrufen kann – von US-amerikanischen Ärzten überall im Land dringend empfohlen.

 

Die Sorge hinsichtlich HPV-Impfung wächst

 

Laut CBS News »wächst die Besorgtheit darüber, dass immer mehr Eltern ihre Kinder aufgrund unverbürgter Sicherheitsbedenken nicht impfen lassen«.

 

Zwischen 2008 und 2010 stieg die Anzahl der Eltern, die ihre Kinder nicht gegen HPV impfen ließen, von 4,5 auf 16 Prozent an. »Ich bin nicht sicher, was zu diesem Anstieg geführt hat«, sagte Dr. Paul Darden, ein Kinderarzt am Health Sciences Center der University of Oklahoma.

 

Vielleicht waren es die im Juni 2006 bekannt gewordenen 12 424 Fälle mit schwerwiegenden Nebenwirkungen, die in 32 Fällen sogar zum Tod führten. Bis dahin war der Impfstoff 23 Millionen Mal verabreicht worden. Wie auch immer: Diejenigen, die unter den Nebenwirkungen der HPV-Impfung leiden, wollen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen sehen.