Südchinesisches Meer: Die Kriegstrommeln werden geschlagen

Die Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer drohen zu eskalieren. Während China ein Militärmanöver in der Region beginnt, feuern die Staatsmedien bereits die ersten verbalen Salven in Richtung USA ab.

Vor allem die US-amerikanische Einmischung in den regionalen Konflikt zwischen den Anrainerstaaten des Südchinesischen Meeres sorgt in Peking für Unmut. Denn Washington versucht stets einen Keil zwischen China und die anderen Länder zu treiben, so dass bilaterale Gespräche zwischen den Ländern kaum möglich sind.

 

Die chinesische Staatszeitung "Global Times", die als Sprachorgan der Kommunistischen Partei Chinas gilt, forderte heute dazu auf, die Verteidigungsmöglichkeiten der Streitkräfte zu stärken und sie auf eine "militärische Konfrontation" vorzubereiten. Im Leitartikel hieß es weiter: "Selbst wenn es China in der nächsten Zeit militärisch nicht mit den USA aufnehmen kann, so muss es in der Lage sein, die Vereinigten Staaten einen unbezahlbaren Preis zahlen zu lassen, wenn sie militärisch in den Disput um das Südchinesische Meer eingreifen". Die Zeitung ergänzte: "Es ist naiv zu erwarten, dass China die bittere Pille der Demütigung schlucken wird".

 

Angesichts dieser harten und klaren Worte wird deutlich, dass Peking nicht mehr länger gewillt ist, die globalen Hegemonialansprüche der Vereinigten Staaten einfach so hinzunehmen und die Versuche der Sabotage von bilateralen Gesprächen zwischen China und den anderen Anrainerstaaten zu ignorieren.

Zudem zeigt die Linie Pekings deutlich: Die chinesische Staatsführung will keinen militärischen Disput mit den Nachbarstaaten führen und sucht die Schuld auch nicht in Manila, Hanoi und den anderen Hauptstädten der Region. Vielmehr werden eindeutig die Vereinigten Staaten als Aggressor benannt und dazu aufgefordert, sich aus dem Disput herauszuhalten.

 

Quelle: Contra Magazin