Zum Brexit: EU-Skepsis und -Täuschungsversuche

Am 20. Februar 2016 gab der britische Premierminister David Cameron in London bekannt, dass die Briten am 23. Juni in Referendum entscheiden sollen, ob ihr Land in der EU bleiben oder austreten soll. Einen Tag zuvor hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf einen Kompromiss zu britischen Forderungen für eine EU-Reform geeinigt.

Ein möglicher Brexit betrifft auch ganz konkret die in Deutschland lebenden Briten. Für viele wäre es künftig viel schwieriger längerfristig in EU-Staaten zu bleiben. Der in Berlin lebende und arbeitende Schotte Nick Kennedy hat sich deshalb dazu entschieden, zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Im Gespräch mit RT-Reporter Stefan Dyck erklärt er, was er über das britische Referendum denkt und wie die Stimmungslage in Großbritannien ist.

Brexit ist eine Wortverbindung aus den Wörtern Britain und Exit. Er bezeichnet den möglichen Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Es gibt aber auch die Brexit-Gegner. Für dieses gibt es auch eine Wortkreation: Bremain, was sich aus Britain und Remain (Verbleib) zusammensetzt. Der EU-Vertrag von Lissabon gibt vor, dass EU-Staaten die Europäische Union freiwillig verlassen können. Der EU, [zuvor Europäische Wirtschaftsgemeinschaft], trat Großbritannien 1973 bei. Schon von Anfang an waren die Briten skeptisch gegenüber der Europäischen Gemeinschaft. Am 23. Juni 2016, findet nun das Referendum statt, in welchem die Bürger Großbritanniens über den Verbleib oder Ausstieg aus der EU abstimmen.

Das Land zeigt sich zu tiefst gespalten. Der britische RT-Korrespondent Peter George Oliver erläutert, ob ein Referendum überhaupt die legale Berechtigung zum Austritt gibt.

Die Meinungen klaffen bei diesem Thema klar auseinander. In einem Streit-Gespräch versucht Jasmin Kosubek Klarheit zu erlangen. Als Brexit-Befürworter hat sie den Deutsch-Briten Hugh Bronson von der AfD eingeladen. Er ist explizit für einen Ausstieg Großbritanniens aus der EU.

Den Gegenpart bekleidet Rupert Graf Strachwitz. Er ist stellvertretender Vorsitzende der Deutsch-Britischen-Gesellschaft und spricht sich in aller Deutlichkeit für den Verbleib der Briten in der EU aus. Er geht sogar noch weiter und möchte eine noch engere Zusammenarbeit der EU-Staaten, mit dem Ziel, dass die EU zu einem großen förderalen Staat wird.

Quelle: Kla.TV/RT