Vulkanausbruch in Japan – Das nächste Atomkraftwerk ist nur 50 km entfernt

Der Sakurajima-Vulkan‎ in Japan, der nur rund 50 Kilometer vom Sendai Atomkraftwerk entfernt liegt, ist gestern ausgebrochen. Im Jahre 1914 war er für die gewaltigste Eruption in der japanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts verantwortlich. Die japanische Regierung hat die Warnstufe „Orange“ ausgerufen.

Angesichts der Risiken von Erdbeben und Vulkanausbrüchen und mit Blick auf die durch ein Erdbeben ausgelöste Atomkatastrophe von Fukushima 2011 hatten Anwohner und Umweltschützer das Hochfahren der Reaktoren kritisiert.

 

Japan liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einem Vulkangürtel, der sich über zahlreiche Länder erstreckt. Der Vulkan Sakurajima erlebt seit 2009 jedes Jahr zwischen 500 und 1000 kleinere Eruptionen.

 

Im August 2013 wurde bei einem Ausbruch Asche über ein riesiges Gebiet verstreut. Bei einem Ausbruch des japanischen Vulkans Ontake kamen im September 2014 mehr als 60 Menschen ums Leben.

Der Sakurajima auf der im Süden Japans gelegenen Insel Kyushu ist einer der aktivsten Vulkane des Landes. Fast ununterbrochen kommt es zu Eruptionen. Doch nun könne es bald einen größeren Ausbruch geben, sagte ein Vertreter der meteorologischen Behörde.

 

Erst im August 2015 empfahlen die meteorologischen Behörden, dass die Bevölkerung evakuiert werden sollte. Fast ununterbrochen kam es zu Eruptionen im Vulkan. Ein «Steinregen» folgte. Japans Atomaufsichtsbehörde hingegen schätzt das Risiko als gering ein. Irgendwie kennen wir diese Aussagen von Tepco. Japan vor der nächsten Atomkatastrophe? Sakurajima volcano is located about 50km from the Sendai nuclear power plant

Jährlich bis zu 1000 Eruptionen

Der 1117 Meter hohe Sakurajima ist einer der aktivsten Vulkane des fernöstlichen Inselreiches und eine Touristenattraktion. Seit 2009 werden dort jährlich bis zu 1000 kleine Eruptionen registriert. 2013 kam es zu einem spektakulären Ausbruch, nach dem die gesamte Umgebung des Bergs mit Asche bedeckt war.

 

Im unmittelbaren Umland leben etwa 4000 Menschen, die nach dem Ausbruch vom Freitagabend zu erhöhter Vorsicht aufrufen wurden. Die Behörden riefen Warnstufe drei auf einer fünfstufigen Skala aus. Nach Angaben eines Experten könnte es zu Eruptionen in kürzeren Abständen kommen, ein massiver Ausbruch sei aber nicht zwangsläufig zu erwarten.

 

Quelle: Netzfrauen.org/RT