Offizielles Dokument entlarvt De Maizière-"Fakten" - Wendt spricht vom Kontrollverlust des Innenministers

Bundesinnenminister Thomas de Maizière streute jetzt einige "Beruhigungspillen" in die deutsche Öffentlichkeit, die durch ein offizielles Dokument der Bundespolizei also solche entlarvt wurden.

 

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sieht nun zum Kontrollverlust an der Grenze auch einen solchen im Innenministerium.

Durch die kürzlichen Äußerung des Innenministers würden sich die Bundespolizisten "auf den Arm genommen" fühlen, kritisierte Wendt, der ein erschreckendes Fazit der deutschen Grenzsicherheit und darüber hinaus abgibt:

"An den Grenzen haben wir schon längst die Kontrolle verloren. Nun scheint es auch im Bundesinnenministerium einen Kontrollverlust zu geben, wenn Thomas de Maizière solche Behauptungen aufstellt", so Wendt. 

 

Die Bild am Sonntag berichtete nämlich, dass an Deutschlands Grenzen inzwischen alle Asylsuchenden "vollständig erfasst" werden würden. Erst danach käme es zur Verteilung an die Bundesländer.

 

Auch würden täglich zwischen 100 und 200 Personen von der Bundespolizei an der Grenze zurückgewiesen. Entsprechende Erfolgsmeldungen kamen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Offizielles Dokument entlarvt De Maizière-"Fakten"

Vielleicht sollten diese Zahlen den Kritikern der deutschen Migrationspolitik den Wind aus den Segeln nehmen und das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung stärken, sie glauben machen, das jetzt alles unter Kontrolle sei, vielleicht.

Allerdings wurde jetzt ein offizielles Dokument der Bundespolizei veröffentlicht, dass andere Fakten enthält. Es liegt dem Bundesinnenministerium ebenfalls vor.

Das Märchen von den Zurückgewiesenen

Dieses Dokument der Bundespolizei widerlegt die Richtigkeit der Zahlen des Bundesinnenministers. Insgesamt sollen in den etwa 100 Tagen seit dem 14. September 7.185 Personen zurückgewiesen worden sein, im Schnitt also 72. Wie es der Zufall so will, ist dies auch die Zahl der am vergangenen Samstag, dem 23. Januar, an der deutschen Grenze zurückgewiesenen Migranten.

 

Ein relativ geringer Wert in der aktuellen Realität. Zur Zeit beträgt die Anzahl der abgewiesenen Fälle 80 bis 150 pro Tag, meldete die "Huffingtonpost" mit Bezug auf das der Redaktion vorliegende Dokument. 

Dieses Dokument wurde also von der Bundespolizei auch höchst offiziell an das Bundesinnenministerium weitergeleitet. Warum Thomas de Maizière dennoch wider besseren Wissens die Zahlen kräftig aufrundete, bleibt sein Geheimnis.

 

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, um welche Art von Personen es sich bei den Abgewiesenen handelt.

Es stimme nicht, so Wendt, dass Flüchtlnge an der Grenze abgewiesen würden. "Ja, es werden Leute zurückgewiesen. Aber das sind diejenigen, die nach Skandinavien weiterreisen."

Die Legende von der kontrollierten Einreise

Doch dem nicht genug. Auch die proklamierte vollständige Erfassung der Migranten an der Grenze scheint eine Regierungs-Mär. Wie das Papier der Bundespolizei beweist, sind beispielsweise am Freitag, 22. Januar, 1.917 Migranten nach Deutschland eingereist. Von diesen Personen wurden lediglich 700 oder 36 Prozent erkennungsdienstlich erfasst, von ihnen wurden also die Fingerabdrücke genommen.

Wenn es nach Rainer Wendt geht, ist dieser Prozentsatz noch ziemlich gut. Er sagte der "Huffington Post": "Derzeit werden nur rund 10 Prozent der Flüchtlinge registriert." Der Rest werde aus Zeit- und Personalmangel mehr oder weniger durchgewunken.

Und da wären wir auch wieder bei den täglich "Zurückgewiesenen". Diese würden es einfach am nächsten Tag wieder versuchen. 

Kontrollverlust auf ganzer Linie?

"Der Rest" bedeutete an jenem vergangenen Freitag immerhin um die 1.200 Leute, die dann ungeprüft ins Land kamen. In wie weit ungeprüft, das verrät Rainer Wendt auch, der die Behauptungen De Maizières über die kontrollierten Einreisen als "hanebüchenen Quatsch" bezeichnete: "Tatsächlich wird von den allermeisten Flüchtlingen nicht einmal der Name aufgeschrieben", so der Gewerkschaftsvorsitzende und Leiter der Fachkommission Innere Sicherheit im Bundesvorstand des Deutschen Beamtenbundes. (sm)

Quelle: Epoch Times